Fronleichnam (11.06.2009)

Mk 14, 12-16.22-26 

Gecheimnis 

Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote, an dem man das Paschalamm schlachtete, sagten die Jünger zu Jesus: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten? Da schickte er zwei seiner Jünger voraus und sagte zu ihnen: Geht in die Stadt; dort wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm, bis er in ein Haus hineingeht; dann sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister lässt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschalamm essen kann? Und der Hausherr wird euch einen großen Raum im Obergeschoss zeigen, der schon für das Festmahl hergerichtet und mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles für uns vor! Die Jünger machten sich auf den Weg und kamen in die Stadt. Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor. Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes. Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus. 
 

     Jesus sagte: „Das ist mein Leib … Das ist mein Blut.“ Er blieb unter uns in der Allerheiligsten. Die Aufforderung gilt auch uns: „Der Meister ist da und ruft dich …“ (Joh 11,28) … „Herr, zu wem sollten wir hingehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ (Joh 6,68) … Du bist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14, 6) … Du bist „Licht der Welt“ (Joh 8,12) … Wer Dir folgt, wandelt nicht in der Finsternis … (vgl. Joh 8,12) … In Dir finden wir alle unsere Brüder wieder … Versuchen wir heute in die Reichtümer der Hostie vertiefen.  

     Was ist die Hostie? Sie ist das Geheimnis des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. 

     Sie ist das „Geheimnis des Glaubens“. Nach den Umwandlung des Brotes und des Weines ruft der Priester: „Geheimnis des Glaubens“. Die Teilnehmer der Messe antworten, oft nur ganz unbewusst: „Deinen Tod oh Herr verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit“. Das „Geheimnis“ will nicht ein Wirklichkeit besagen, die der Vernunft widerstreitet. Das „Geheimnis“ ist nicht wie in dem Album der Kindern und jungen Mädchen in das Freunde zur Erinnerung Verse u. Sprüche schreiben und das Blatt dann einbiegen und draufschreiben: „Geheimnis“. Natürlich will jeder dieses Geheimnis kennen zulernen. Das „Geheimnis“ will auch nicht sagen, dass etwas über man nicht sprechen darf, wie ein Staatsgeheimnis oder ein militärische Geheimnis. Das „Geheimnis“ bedeutet ebenfalls nicht, dass man nicht erforschen darf. Eben so ist es nicht eine Wirklichkeit, was nur Eingeweihten bekannt ist. Ganz einfache Leute denken oft, ja das weist nur der Papst, der Bischof oder ein Priester. Nein! Geheimnis des Glaubens will ausdrücken: es ist eine Wahrheit, so reich, dass sie unauslotbar ist.  

     Die Eucharistie ist auch „Geheimnis der Hoffnung.“  Wie es wir schon hörten die werden mit den Wandlungsworte beendet „Geheimnis des Glaubens“. Aber ind Antwort ist viel mehr: „Deinen Tod oh Herr verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit“. Vergessen wir nicht, dass wir auf die Wiederkunft Christi warten. Wir richten uns hier nicht für die Ewigkeit ein, sondern wir leben aus der Hoffnung auf die Wiederkunft des Herrn. Bis diese aber eintritt, führen wir fort, was er begonnen hat: Wir brechen das Brot und reichen uns den Wein, und erinnern uns dabei an das, was er in seinem Tod am Kreuz für uns getan hat. Erinnern uns an der Vergangenheit als Er die Eucharistie einsetzte. Wir hoffen uns in Gegenwart dass, Er in der Zukunft Wiederkommt.  

     Die Eucharistie ist vor allem das Geheimnis der Liebe. Die größte Liebe ist nicht einfach etwas schenken, sondern sich schenken. Schon im Alten Testament lese n wir: „Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben wollte, so könnte das alles nicht genügen." (Hoheslied 8, 7). Gott gab sich selbst der Welt: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe." (Joh 3,16). Das ist die größte Liebe: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben gibt für die Freunde.“ (Joh 15,13.) Zwar lesen wir in dem Hoheslied, dass die „Liebe ist stark wie der Tod“ (8, 6) aber in der Eucharistie beweist uns der Herr, dass seine Liebe stärker ist als der Tod. 

     Heute sollten wir uns die Fragen stellen: Habe ich einen genügenden Glauben an die wirkliche Gegenwart Jesu in der Hostie? Hoffe ich an seinen Wiederkunft? Liebe ich Ihn und hungere ich nach ihn aus Liebe? Ich darf nie vergessen was Gregor von Nazianz unterrichtet: „Gott hungert danach, dass wir nach Ihm hungern“